Abenddämmerung bei der Vereinsführung der JFG Neuburg nach Rücktritten

Was im März 2016 zu einem kleinen Erdbeben in der JFG Neuburg führte, als der damalige Erste Vorsitzende Hans Günter Huniar und die Kassiererin Sabine Winhard ihre Ämter niederlegten, ist noch nichts im Vergleich zur derzeitigen Situation.

Nach dem gleichzeitigen Austritt des BSV Neuburg und des FC Neuburg zum Saisonende 2015/2016 konnte sich die JFG Neuburg weiterhin auf die verbliebenen Stammvereine SC Feldkirchen, SpVgg Joshofen Bergheim und VfR Neuburg stützen und mit neuer Führungsmannschaft durchstarten.

Aus 6 mach 1

Nach dem Ausscheiden des SC Feldkirchen zum Saisonende 2017/2018 begann das Schiff der JFG Neuburg beträchtlich zu wanken. Mit aller Kraft stemmte man sich gegen die Auflösungserscheinungen, zumal man im sportlichen Bereich überall gut aufgestellt und mit erfahrenen Trainern ausgestattet war. Einziges Manko: Für das Amt des Jugendleiters konnte kein Kandidat gefunden werden. Daher wurde dieses Amt in Personalunion mit dem Amt des A-Jugend-Trainers geführt. Dass dies nicht lange gut gehen sollte, zeigt die jetzige Vereinssituation.

Nun gaben 5 der 6 Vorstandsmitglieder am Schluss der Mitgliederversammlung (17. April 2019 in der VfR-Gaststätte) ihre Amtsniederlegung bekannt. Einziges im Amt verbliebenes Mitglied ist der Erste Vereinsvorsitzende Christoph von Philipp. Alle 5 scheidenden Vorstandsmitglieder erklärten sich bereits, bis längsten 30.06.2019 ihre Ämter kommissarisch weiterzuführen, um einen geregelten Übergang zu einer neuen Lösung zu finden. Die Stammvereine SpVgg Joshofen Bergheim und VfR Neuburg suchen zeitnah nach einer Lösung des Vereinsproblems, damit die 94 Vereinsspieler weiterhin höherklassige Ligen in Neuburg vorfinden.

Darüber, wie eine Lösung ausschauen kann, wird eine außerordentliche Mitgliederversammlung entscheiden müssen. Termin dafür ist noch offen.

Die Printmedien Donaukurier und Neuburger Rundschau berichteten beide in ihren Ausgaben vom 20.04.2019 über diese Amtsniederlegungen.